

Systemisches Coaching
Systemisches Coaching ist ein lösungs- und ressourcenorientierter Ansatz, der davon ausgeht, dass Menschen Teil eines größeren Systems sind, wie etwa ihrer Familie, Arbeitsgruppe oder Organisation. Im Zentrum des systemischen Coachings steht die Idee, dass Probleme und Herausforderungen nicht isoliert betrachtet werden sollten, sondern immer in ihrem Kontext und den Wechselwirkungen mit dem Umfeld.
Die Grundprinzipien des systemischen Coachings umfassen:
1. Ganzheitlicher Blick: Der Coach betrachtet nicht nur das Individuum, sondern auch dessen Beziehungen und Wechselwirkungen mit dem sozialen und beruflichen Umfeld.
2. Ressourcenorientierung: Der Fokus liegt auf den Stärken und Potenzialen der Person, nicht auf den Defiziten. Gemeinsam werden vorhandene Ressourcen entdeckt und genutzt, um Lösungen zu entwickeln.
3. Lösungsfokus: Anstatt sich auf Probleme zu konzentrieren, wird der Blick auf mögliche Lösungen und positive Veränderungen gerichtet. Der Coachee wird dabei unterstützt, eigene Lösungswege zu finden.
4. Konstruktivismus: Systemisches Coaching geht davon aus, dass die Realität von jedem Menschen unterschiedlich wahrgenommen und konstruiert wird. Das bedeutet, dass es immer mehrere Sichtweisen und Lösungsansätze gibt.
5. Zirkularität: Der Coach betrachtet die Wechselwirkungen innerhalb eines Systems. Ein Problem wird nicht als einseitig verursachtes Ereignis gesehen, sondern als Ergebnis von gegenseitigen Beeinflussungen.
Insgesamt zielt systemisches Coaching darauf ab, die Selbstreflexion zu fördern, neue Perspektiven zu eröffnen und nachhaltige Veränderungen zu ermöglichen.